Wo Unternehmen bei IT-Security Projekten stolpern – und wie eine Architektur- & Umsetzungsbegleitung von Axians Abhilfe schafft
„Die Technik ist selten das Problem – die Umsetzung schon.“ Im Interview mit Achim Büttner, Solutions Engineer Secure Data Access bei Axians, wird klar, wo die typischen Stolpersteine in IT-Projekten, insbesondere im Security Bereich liegen, und wie Axians sie vermeidet. So entstehen Projekte, die nicht nur laufen, sondern echten Mehrwert schaffen.
Planung & Strategie
Worauf kommt es in der frühen Projektplanung an?
Alle relevanten Stakeholder müssen von Beginn an eingebunden sein. Nur wenn Ziele, Rollen und Erwartungen klar sind, lassen sich spätere Missverständnisse vermeiden. Ebenso wichtig: realistische Anforderungen, transparente Kommunikation und belastbare Zeit- und Ressourcenpläne.
Wie stellst du sicher, dass Zeit, Budget und Ressourcen realistisch geplant sind?
Durch eine ehrliche Einschätzung. Lieber offen über Aufwand und Notwendigkeiten sprechen, als mit zu knappen Angeboten Erwartungen zu wecken, die später nicht haltbar sind. So entsteht von Anfang an Vertrauen und ein tragfähiges Erwartungsmanagement.
Welche Fehler machen Unternehmen häufig bei Security-Projekten?
Oft fehlt ein Proof of Concept. Produkte werden gekauft, bevor klar ist, ob sie wirklich passen. Deshalb ist Transparenz von Anfang an entscheidend – inklusive präziser Bedarfsanalyse vor dem Start.
Umsetzung & Zusammenarbeit
Wie arbeitest du mit IT-Leitern und CISOs zusammen?
Indem ich ihre Pain Points genau verstehe, Anforderungen gemeinsam priorisiere und offen über Optionen, Risiken und Aufwände spreche. Wichtig ist ein partnerschaftlicher Ansatz – als Sparringspartner, der komplexe Themen pragmatisch umsetzt.
Was ist dir bei der Koordination zwischen Axians, Partner und Kunden wichtig?
Kurze Wege, schnelle Reaktionen, pragmatische Lösungen. Das Ziel: ein reibungsloser Betrieb – auch in kritischen Situationen.
Wie gehst du mit Verzögerungen um?
Mit maximaler Transparenz. Kunden wissen jederzeit, wo das Projekt steht. Gleichzeitig reduziere ich Auswirkungen auf ein Minimum, priorisiere klar und halte das Projekt stabil auf Kurs.
Kundennutzen
Woran misst du Projekterfolg?
Am Dreiklang aus Zeit, Budget und Qualität – und daran, ob die Lösung funktioniert, die Kundenerwartungen erfüllt und echten Mehrwert schafft.
Dein Mehrwert in Projekten?
Ich erkenne mögliche Stolpersteine frühzeitig, bringe eine externe Perspektive ein und entwickle gemeinsam mit den Verantwortlichen nachhaltige Lösungen.
Ausblick
Welche Trends prägen aktuell Endpoint- und Browser-Security?
- Ransomware wird raffinierter: Double/Triple Extortion und Ransomware-as-a-Service sind Standard.
- KI-basierte Angriffe passen sich dynamisch an und umgehen klassische Erkennungen.
- XDR-Lösungen gewinnen, da sie Daten über Endpoints, Netzwerke und Cloud zusammenführen.
- Browser-Security rückt in den Fokus – mit Funktionen wie Upload/Download-Kontrolle oder Screenshot-Schutz.
- Kontextbasierte Richtlinien und Automatisierung erhöhen die Resilienz und beschleunigen die Reaktion im Ernstfall.
Dein Rat an IT-Leiter zu Harmony Endpoint oder SASE?
Vor einer Entscheidung: Ziele klar definieren. SASE ist kein Standard, sondern wird von Anbietern unterschiedlich interpretiert. Endpoint Protection kann je nach Anbieter von einfachem Virenschutz bis zu umfassendem XDR reichen.
Mein Tipp: Zuerst Anforderungen und Use Cases festlegen, dann die passende Lösung auswählen. Nur so entsteht nachhaltiger Mehrwert.
Achim Büttner
Achim Büttner bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich IT-Security mit. Nach über sechs Jahren Führung eines IT-Teams bei der Bundeswehr folgten Stationen als Network & Security Engineer bei Endress+Hauser sowie neun Jahre Verantwortung für die Firewall- und Security-Infrastruktur der Bank Safra Sarasin. Danach war er als Security Engineer und Architect bei Swiss IT Security tätig. Heute ist er Solutions Architect und Head of Competence Center Network Security bei Axians– mit dem Fokus, komplexe Sicherheitsprojekte erfolgreich und nachhaltig umzusetzen.